Deutsche Bank – Krise in der Dauerschleife

Die unendliche und ebenso traurige Geschichte der größten deutschen Bank, nämlich der Deutschen Bank, wurde in den vergangenen Wochen um ein weiteres Kapitel ergänzt. Die US-Justizbehörden verlangen von der mit mehr als 7.000 (!) Strafverfahren überzogenen Bank weitere 14 Mrd. € Strafzahlung. Am Ende dürfte man sich auf weniger als die Hälfte einigen.

Sogleich wurden Gerüchte gestreut, dass die Bank bei der Bundesregierung nach Staatshilfe angefragt habe. Selbstverständlich haben beide Seiten dementiert. Steht dennoch die nächste Finanzkrise vor der Tür, obwohl die letzte noch nicht überwunden ist? Auch wenn unsere Bundesregierung ökonomisch nicht gerade auf der Höhe der Zeit ist, wird sie sicher nicht darauf verzichten, entsprechende Planspiele zu entwickeln, um zu verhindern, dass eine Schieflage der Bank in die Katastrophe führt.

Hasardeure wie Ackermann und Jain, aber auch Breuer und Kopper haben das ehemals stolze deutsche Bankhaus in die Nähe des „Point of no Return“ geführt, haben es zu einer Art „krimineller Vereinigung“, zu einem Hedgefonds mit Schalterhalle degenerieren lassen, haben dafür gesorgt, dass u.a. der IWF das Haus als gefährlichste Bank der Welt einstuft.

Alfred Herrhausen, der letzte Deutsche Bank Chef mit Format würde sich im Grabe umdrehen, wenn er das Schaffen seiner Nachfolger sehen könnte. Sein Credo: „Wir müssen die Dinge vom Ende her denken“, ist in unserer durchökonomisierten Welt mit Quartalsergebnisdenken in der Wirtschaft und der Orientierung am nächsten Wahltermin in der Politik leider nicht mehr gefragt.

Unsere Prognose: Eine Teilverstaatlichung der Deutschen Bank ist nicht auszuschließen. Allerdings gibt es auch Pläne einiger großer DAX Konzerne, der Bank Kapital zur Verfügung zu stellen. Die Deutsche Bank am Tropf der Steuerzahler? Das möchte man sich dann doch nicht vorstellen in den Vorstandsetagen.

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